Schönes Vietnam

11

Vielen Dank

Today218
Yesterday209
Week870
All261323

(C) Fliesenstadt

Das Essen und Trinken - Seite 4

Article Index
Das Essen und Trinken
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Fotos
All Pages


Kaffee

Vietnam ist der größte Kaffee-Exporteur Asiens. Ca phe wird leidenschaftlich gern getrunken, gilt aber eher als Genussmittel denn als Getränk und wird wie Espresso in kleinen Dosen genossen. Im Norden ist er erheblich besser und wird auch nicht bloß als lauwarme Pfütze serviert, wie das im Süden oft der Fall ist.

Kaffee, teils gezuckert, teils nicht, kostet schwarz (ca phe den), mit Milch (ca phe sua) oder als Eiskaffee (ca phe da) um 10.000 đ.

Ohne Zucker heißt khong co duong

Sehr gut schmeckt Kaffee mit Eiscreme (ca phe kem).

Eine Spezialität von Hanoi, die süchtig machen kann, ist nau trung sua oder einfach ca phe trung: Heißer starker Kaffee wird mit Zucker und Eigelb (!) schaumig aufgeschlagen.

Zumindest in Saigon und Hanoi kann man auf Märkten Nescafé kaufen, ein großes Glas (200 g) kostet um 3,50 ⁄.

Erfrischungsgetränke

„We are happy to be back!“, jubelten Coke und Pepsi im Frühjahr 1994 nach der Aufhebung des US-Embargo. Tatsache ist, dass es Coke schon seit Jahren an jeder Straßenecke gegeben hatte (nur eben nicht „original“ abgefüllt), und Pepsi zuvor noch nie in Vietnam vertreten war (so viel zum „Comeback“).

Ganz Vietnam lachte sich halb tot.

Der Sammelname für Erfrischungsgetränke ist giai khat. Einheimische Limonaden sind spottbillig (6000 đ) und durchaus genießbar, Markenware wie Coke oder Seven Up kostet rund doppelt so viel.

Kaum teurer als Limonade und nahezu überall zu bekommen sind frischgepresste Zitronen- und Orangensäfte (nuoc chanh und nuoc cam); unbedingt versuchen sollte man auch einmal den Durstlöscher nuoc mia frisch aus der Zuckerrohr-Presse.

Nuoc Suoi, Mineralwasser, ist in Mode und wird u.a. in preisgünstigen 1,5-l-Plastikflaschen angeboten (Aquafine oder La Vie, 5000 đ), in einigen Läden und Restaurants bekommt man sogar Evian und Perrier.

Viele Cafés servieren köstliche Kokosnussmilch (nuoc dua) oder geeiste Kokosnuss (dua lanh).

Die Säfte aus pürierten Früchten, sinh to, gehören mit zum schönsten, was man in Vietnam trinken kann; auch ohne ihre vietnamesischen Namen zu kennen, kann man sie sich in der Auslage selber aussuchen:

Mangos, Papaya, Bananen, Avocados usf.;

unbedingt einen Versuch wert ist die köstliche Mang-Cau-Frucht.

Rau ma ist eine Besonderheit für Freunde des Vegetarischen, ein pürierter und leicht gezuckerter Saft aus grünen Wasserwinden, der den Körper angeblich „kühl“ halten soll.

Che ist ein Sammelbegriff für Getränke auf der Basis von gezuckerter Kokosnussmilch mit einer „Einlage“, die aus Trockenfrüchten, Bohnen, Lotossamen, Wasserkastanien, Reismehlklößen und anderem bestehen kann.

Die Einlage ist vorgefertigt, man kann sie sich aus Gläsern oder Schüsseln selber aussuchen.

Bier

Einheimisches Bia ist gut und billig. Eine Dose 333 (gesprochen ba ba ba) kostet rund 0,50 $ (8000 đ). Besser und billiger sind Flaschenbiere wie Saigon, Halida oder Hanoi.

Importe wie Heineken, Carlsberg usf. können das Doppelte und mehr kosten. Ausgesprochen preiswert und fast ebenso gut ist das von Heineken-Singapur in Vietnam hergestellte Tiger Beer.

Offenes Bier ist etwas schwächer, aber durchaus trinkbar. Eine „Maß“ (Plastikkanister) bia hoi in einem der Biergärten von Hanoi oder Saigon kostet kaum mehr als 6000– 12.000 đ.

Zigaretten

Gängige ausländische Marken wie Marlboro, Dunhill oder Ho Chi Minhs Lieblingszigarette 555 werden inzwischen in Lizenz in Vietnam hergestellt und sind seitdem sehr preiswert.

Fixpreise sind freilich unbekannt, sodass man sich erst einmal über die gängigen Preise informieren sollte. Einheimische Zigaretten wie Jet oder Vinataba sind alles andere als Rachenputzer und halten den Vergleich mit so manchen bekannten Marken durchaus stand (10–15.000 đ). Filterlose Zigaretten sind schwer zu finden. Tabak zum Selberdrehen (und für die Wasserpfeife) findet man auf allen Märkten.